Wenn die Lärchen leuchten, der Morgen nach Äpfeln riecht und das Tal noch im Dunst liegt, während man selbst schon auf dem Weg ist — dann ist Herbst im Vinschgau. Und genau dann ist er am schönsten.
Herbstwandern im Vinschgau
Unsere 3 liebsten Touren rund um das Amaril
Der Herbst ist unsere liebste Jahreszeit hier in Kastelbell. Die Marillenplantagen rund ums Amaril haben ihre Arbeit getan, die Luft ist klar wie Glas, und auf den Wanderwegen begegnet man fast niemandem mehr. Kein Hochbetrieb, keine Warteschlangen bei der Seilbahn. Nur der Vinschgau in seiner ruhigsten, ehrlichsten Form.
Wir haben drei Touren herausgesucht, die wir selbst immer wieder gehen. Alle drei starten direkt ab dem Amaril oder mit einer kurzen Anreise — und alle drei sind im Herbst besonders schön.
Tour 2: Naturnser Sonnenberg & Tabland — Obervinschgau auf Schusters Rappen
- Start: Naturns (12 Min. Fahrt ab Amaril oder Vinschgerbahn)
- Strecke: ca. 9 km
- Höhenmeter: ca. 400 Hm aufwärts
- Dauer: 3 – 3,5 Stunden
- Schwierigkeit: Leicht bis mittel
- Bestes Zeitfenster: September bis November
Naturns ist kleiner, ruhiger und irgendwie mehr Vinschgau als alles andere. Diese Wanderung hinauf zum Sonnenberg und weiter nach Tabland ist ein Paradebeispiel dafür, was den Vinschgau im Herbst so besonders macht: überschaubare Touren, die trotzdem Aussichten liefern, die einem den Atem verschlagen.
Oben öffnet sich der Blick bis zur Ortlergruppe. An einem klaren Herbsttag sieht man den Ortler in seiner ganzen Wucht — schon mit dem ersten Schnee gepudert, während man selbst noch im T-Shirt läuft. Das ist Vinschgau im Oktober.
Der Abstieg führt durch alte Waalwege — jene historischen Bewässerungskanäle, die das Vinschgauer Bauernleben über Jahrhunderte prägten. Ein schönes Stück Geschichte unter den Füßen.
Tipp von uns: Wer mit der Vinschgerbahn fährt, spart sich die Parkplatzsuche und macht schon die Anreise zum Erlebnis. Der Zug hält direkt in Naturns.
Der Herbst im Vinschgau beginnt für uns nach der Marillen- und Apfelernte — also grob ab Mitte September. Die Temperaturen liegen tagsüber oft noch bei 18 bis 22 Grad, die Touristenströme nehmen ab, und die Farben erreichen im Oktober ihren Höhepunkt.
Was man immer dabei haben sollte: eine Windjacke (oben kann es frisch werden), gutes Schuhwerk (die Waalwege können nach Regen rutschig sein) und etwas Zeit. Die schönsten Momente passieren immer dann, wenn man nicht hetzen muss.
Wir stellen unseren Gästen auf Wunsch gerne Wanderkarten zusammen und geben persönliche Tourentipps — einfach an der Rezeption nachfragen.
Wer wissen möchte, wie sich ein Herbstmorgen anfühlt, wenn man nach dem Frühstück im Terra Restaurant direkt auf den Weg geht und abends in die Saunawelt zurückkommt — der ist bei uns richtig.