Tour 1: Der Vinschger Sonnenberg — Goldene Lärchen über dem Tal
- Start: Kastelbell-Tschars (direkt ab Amaril)
- Strecke: ca. 12 km (Rundweg)
- Höhenmeter: ca. 600 Hm aufwärts
- Dauer: 3,5 – 4,5 Stunden
- Schwierigkeit: Mittel
- Bestes Zeitfenster: Oktober bis Mitte November
Diese Tour ist unser absoluter Herbstfavorit. Man startet direkt ab Hotel, quert die ersten Obstgärten und steigt dann ruhig auf den Sonnenberg hinauf — jene Hanglagen über dem Tal, die den Vinschgau von oben zeigen wie ein aufgeschlagenes Buch. Obstwiesen, Weingärten, Wälder, die Etsch als silbernes Band.
Im Oktober leuchten die Lärchenwälder auf dem Weg in einem Gelb, das man so nicht kaufen kann. Man geht einfach und schaut. Mehr braucht es nicht.
Wer mag, kehrt auf der Schnalser Seite in einer der kleinen Almhütten ein — ein Glas Lagrein dazu, und der Tag ist perfekt.
Tipp von uns: Früh starten. Der Morgennebel liegt noch im Tal, während man oben schon die Sonne hat. Dieses Bild vergisst man nicht so schnell.
Tour 2: Naturnser Sonnenberg & Tabland —
- Start: Naturns (12 Min. Fahrt ab Amaril oder Vinschgerbahn)
- Strecke: ca. 9 km
- Höhenmeter: ca. 400 Hm aufwärts
- Dauer: 3 – 3,5 Stunden
- Schwierigkeit: Leicht bis mittel
- Bestes Zeitfenster: September bis November
Naturns ist kleiner, ruhiger und irgendwie mehr Vinschgau als alles andere. Diese Wanderung hinauf zum Sonnenberg und weiter nach Tabland ist ein Paradebeispiel dafür, was den Vinschgau im Herbst so besonders macht: überschaubare Touren, die trotzdem Aussichten liefern, die einem den Atem verschlagen.
Oben öffnet sich der Blick bis zur Ortlergruppe. An einem klaren Herbsttag sieht man den Ortler in seiner ganzen Wucht — schon mit dem ersten Schnee gepudert, während man selbst noch im T-Shirt läuft. Das ist Vinschgau im Oktober.
Der Abstieg führt durch alte Waalwege — jene historischen Bewässerungskanäle, die das Vinschgauer Bauernleben über Jahrhunderte prägten. Ein schönes Stück Geschichte unter den Füßen.
Tipp von uns: Wer mit der Vinschgerbahn fährt, spart sich die Parkplatzsuche und macht schon die Anreise zum Erlebnis. Der Zug hält direkt in Naturns.
Tour 3: Schloss Kastelbell & Tscharsner Waalweg — Geschichte und Stille
- Start: Kastelbell-Tschars (direkt ab Amaril)
- Strecke: ca. 6 km
- Höhenmeter: ca. 250 Hm aufwärts
- Dauer: 2 – 2,5 Stunden
- Schwierigkeit: Leicht
- Bestes Zeitfenster: September bis November
Diese Tour ist unsere Empfehlung für alle, die nach einem Wellnesstag die Beine noch einmal lockern wollen — oder einfach ankommen möchten, ohne gleich die großen Gipfel zu stürmen.
Man startet beim Amaril, überquert die Etsch und steigt hinauf zum Schloss Kastelbell — einem der besterhaltenen mittelalterlichen Schlösser Südtirols. Von der Burganlage aus überblickt man das gesamte Mittlere Vinschgau. Ein Ort, der einen spüren lässt, wie lange Menschen hier schon sesshaft sind.
Der Rückweg führt entlang des Tscharsner Waalwegs — flach, ruhig, am Wasser. Im Herbst begleiten einen die letzten Marillenblätter auf dem Weg zurück.
Tipp von uns: Diese Tour ist auch mit Hund wunderbar. Wer mit einem unserer Vierbeiner-Gäste in der Garden Suite oder im Garden Appartement wohnt — hier ist der Hund der perfekte Wanderbegleiter.
Gut zu wissen: Wandern im Herbst im Vinschgau
Der Herbst im Vinschgau beginnt für uns nach der Marillen- und Apfelernte — also grob ab Mitte September. Die Temperaturen liegen tagsüber oft noch bei 18 bis 22 Grad, die Touristenströme nehmen ab, und die Farben erreichen im Oktober ihren Höhepunkt.
Was man immer dabei haben sollte: eine Windjacke (oben kann es frisch werden), gutes Schuhwerk (die Waalwege können nach Regen rutschig sein) und etwas Zeit. Die schönsten Momente passieren immer dann, wenn man nicht hetzen muss.
Wir stellen unseren Gästen auf Wunsch gerne Wanderkarten zusammen und geben persönliche Tourentipps — einfach an der Rezeption nachfragen.
Herbst im Amaril — am besten selbst erleben
Wer wissen möchte, wie sich ein Herbstmorgen anfühlt, wenn man nach dem Frühstück im Terra Restaurant direkt auf den Weg geht und abends in die Saunawelt zurückkommt — der ist bei uns richtig.